U23-EM: Alina Rehs 25-Runden-Solo zu Gold

Eingetragen bei: Alina Reh, News | 2
Strahlten über Gold und Silber über 10.000 Meter: Alina Reh (re.) und Miriam Dattke bei der U23-EM in Gävle
Strahlten über Gold und Silber über 10.000 Meter: Alina Reh (re.) und Miriam Dattke bei der U23-EM in Gävle (Foto: Iris Hensel)

Das einsame Rennen von Alina Reh endete nach 25 Runden ganz oben auf dem Podium: Die Langstrecklerin vom SSV Ulm 1846 hat die 10.000-Meter-Entscheidung bei den U23-Europameisterschaften am Freitagabend mit 31:39,34 Minuten in Gävle (Schweden) wie erwartet dominiert. Schneller war noch nie eine 10.000-Meter-Läuferin bei U23-Europameisterschaften. Die Laichingerin steigert die Bestmarke der gebürtigen Kenianerin Yasemin Can (Türkin) um eine knappe halbe Sekunde. Es war übrigens bei der zwölften Auflage der U23-EM die erste Goldmedaille für Deutschland überhaupt auf dieser Strecke.

Eingehüllt in die schwarz-rot-goldene Fahne feierte Alina Reh ihren Triumph mit einer barfuß absolvierten Ehrenrunde. Es war ihre erste Goldmedaille bei einer U23-EM auf der Bahn. Vor zwei Jahren in Bydgoszcz hatte sie hinter Yasemin Can Silber über 5000 Meter gewonnen. „Ich wollte die ganze Zeit konzentriert bleiben, um nicht zu schnell zu werden. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und auf dem letzten Kilometer entschieden, es mit dem Meisterschaftsrekord zu probieren. Ich bin glücklich, dass es geklappt hat“, freute sich Alina Reh nach ihrem Gold-Solo.

Alina Reh und Miriam Dattke dominieren das Rennen

Die 22-Jährige hatte im Gavlehov Stadium Park vom Startschuss an das Kommando übernommen. Auf dem ersten Kilometer folgte ihr noch Miriam Dattke. Doch auch für die schnelle Regensburgerin war der erste Kilometer in 3:06 Minuten zu flott. Sie ließ sich zurückfallen, lief aber trotzdem in 32:29,45 Minuten in neuer Bestzeit unangefochten zu Silber. Bronze ging mit 33:35,66 Minuten an die Niederländerin Jasmijn Lau.

Alina Reh zeigte am Freitag eindrucksvoll, dass sie auf den U23-Langstrecken in Europa momentan eine Klasse für sich ist. Die erste Hälfte absolvierte die EM-Vierte von Berlin in 15:42,70 Minuten. Die zweiten 5000 Meter waren dann aufgrund der zahlreichen Überrundungen im Feld der 23 Läuferinnen– nur Miriam Dattke wurde nicht überrundet – etwa 15 Sekunden langsamer. Doch mit einem letzten schnellen Kilometer in 3:05 Minuten schnappte sich Alina Reh dann doch noch den Meisterschaftsrekord.

Am Sonntag den Doppelstart perfekt machen

Nach den 25 Runden vom Freitagabend ist für Alina Reh die U23-EM noch nicht zu Ende. Sie hat entschieden, auch über die 5000 Meter am Sonntagnachmittag anzutreten. „Jetzt heißt es für mich, schnell zu regenerieren“, sagte die U23-Europameisterin. Auch über die „kurze Langstecke“ ist die Hallen-EM-Vierte Favoritin. Auch wenn mit Hindernisspezialistin Anna Emilie Møller (Dänemark) eine spurtstarke Läuferin immerhin nur 18 Sekunden hinter Alina Rehs Bestzeit von 15:04,10 Minuten in der Bestenliste rangiert.

„Die Konkurrenz ist deutlich stärker als über 10.000 Meter. Mein Ziel bleibt trotzdem eine Medaille“, blickte Alina Reh nach ihrem Goldlauf schon auf die 5000 Meter am Sonntag. Eins scheint gewiss: Auch wenn die deutsche Top-Langstrecklerin schon schnelle 25 Runden plus Ehrenrunde in den Beinen hat. Der Sieg am Sonntag in Gävle wird nur über Alina Reh gehen.

2 Responses

  1. Michael Daun

    Liebe Alina,
    dem obigen Artikel ist nichts hinzuzufügen,recht herzlichen Glückwunsch zur Goldmedaille.Leider konnte man im Gegensatz zum 10000 -Meter – Lauf der Männer nicht den ganzen Lauf von dir sehen weil noch technische Disziplinen in ihren Entscheidungen waren.
    Du wirst am Sonntag auch über 5000- Meter die Goldmedaille überreicht bekommen.
    Welch ein tolles Gefühl für dich wenn du auf dem Podest stehst und die Nationalhymne gespielt wird.
    Dann bei der Rückkehr nach Laichingen der tolle Empfang für dich als Doppel Europameisterin.
    Auch für den Sonntagabend wünsche ich dir gute Beine,ich werde begeistert sein vor dem Fernsehgerät.
    Viele liebe Grüße
    Michael Daun

  2. Kornelia

    Ja, dem Lauf zuzuschauen war ein Genuss, auch wenn es Unterbrechungen gab. Herzlichen Glückwunsch. Nur schade, dass die Siegerehrung gestern nicht mehr übertragen wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.