U23-EM: Celina Leffler garniert Bronze mit Bestleistung

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Bestleistung, erster 6000-Punkte-Siebenkampf der Karriere und was am wichtigsten ist: Bronze bei den U23-Europameisterschaften! Celina Leffler hat in Bydgoszcz (Polen) am Freitagabend zwei tolle Siebenkampftage mit einem couragierten 800-Meter-Lauf in 2:20,81 Minuten beendet und in der Endabrechnung 6070 Punkte gesammelt – 109 Zähler mehr als bei ihrer bisherigen Bestleistung. „Nach dem Speerwerfen war ich natürlich etwas geknickt. Aber das hielt nur kurz an. Jetzt ist es Freude pur, schließlich bin ich mit mehr als 6000 Punkten nun eine richtige Siebenkämpferin“, jubelte die Koblenzerin, die zusammen mit den anderen Siebenkämpferinnen nach den 800 Metern auf die verdiente Ehrenrunde ging.

Bis zum Speerwurf – der sechsten Disziplin – hatte die Medizinstudentin in Führung gelegen. Aber dort kam der Schützling von Holger Klein nicht über 35,16 Meter hinaus. Die Poleposition war verloren, Caroline Agnou (Schweiz) und Verena Preiner (Österreich) zogen vorbei. Nach den 800 Metern lag die Schweizerin mit neuem Landesrekord von 6330 Punkte klar vor der Österreicherin, die den U23-Landesrekord der Alpenrepublik auf 6232 Zähler verbesserte und sich damit für die WM in London qualifizierte.

In den Sprüngen läuft’s!

Sehr zufrieden war Celina Leffler mit ihren Sprungleistungen. Am ersten Tag floppte sie über 1,75 Meter im Hochsprung und scheiterte erst an der neuen Bestleistung von 1,78 Metern. „Da habe ich Punkte gutgemacht, die ich beim Speerwurf verloren habe“, sagte die Koblenzerin. Den zweiten Tag hatte sie mit einem Einzelsieg im Weitsprung begonnen und dort mit 6,38 Metern eine neue Einzel-Bestleistung aufgestellt: „Ich habe mich richtig gut gefühlt. Darum habe ich auch nicht aufgehört, sondern bin noch zweimal gesprungen.“

Nach dem 6,38-Meter-Satz hatte die 21-Jährige die Fäuste geballt. Spätestens da war ihr in Bydgoszcz klar, dass sie auf dem Weg zu 6000 Punkten und einer Medaille war. Auf folgende Einzelleistungen kam Celina Leffler in Bydgoszcz: 100 Meter Hürden: 13,74 Sekunden, Hochsprung: 1,75 Meter, Kugelstoß: 14,09 Meter, 200 Meter: 23,99 Sekunden, Weitsprung: 6,38 Meter, Speerwurf: 35,16 Meter, 800 Meter: 2:20,81 Minuten.

Stark genug für die Frauenklasse

Damit hat Celina Leffler bewiesen, dass sie auf dem Weg in die internationale Siebenkampf-Spitze ist. Bis auf den Speerwurf zeigte sie keinen Ausrutscher und agierte nervenstark. In den kommenden Jahren geht es darum, internationale Normen in der Frauenklasse anzugreifen. Die WM-Norm steht in diesem Jahr bei 6200 Punkten. Keine unmögliche Marke für die Siebenkämpferin. Schließlich kann sie auf ihre Sprint- und Sprungstärken bauen und an ihren kleineren Schwächen – Speerwurf und 800 Meter – weiter arbeiten.

Dass U23-Europameisterschaften in Bydgoszcz der Startschuss für eine große Mehrkampf-Karriere sein können, hat Jennifer Oeser bewiesen. Vor 14 Jahren holte sie an selber Stelle mit 5901 Punkten den Titel und wurde später zur prägendsten Athletin einer starken Siebenkampf-Generation.

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