Wendrich weiter im Höhenrausch

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Falk Wendrich knüpft nahtlos an seinen Höhenrausch aus der Hallensaison an: Der Hochspringer vom LAZ Soest katapultierte sich bei den westfälischen Jugendmeisterschaften in Dortmund über 2,20 Meter. Damit steigerte der 16-Jährige seine Freiluft-Bestleistung um fünf Zentimeter, in der Halle hatte er schon zweimal 2,19 Meter gemeistert. Die Top-Leistung war umso überraschender, da die U18-Meisterschaften im Stadion Rote Erde nur als „Techniktraining unter Wettkampfbedingungen“ geplant waren. Deshalb stieg der Höhenjäger auch schon bei für ihn niedrigen 1,89 Metern in den Wettbewerb ein, der erfolgreiche (dritte) Versuch über 2,20 Meter war dann der 13. Sprung des Youngsters. „Das waren viele Versuche, darum habe ich auch auf eine weitere Höhe verzichtet. Aber für die nächsten Wettkämpfe habe ich mir noch mehr vorgenommen“, sagte Wendrich nach seiner Top-Leistung.

Den Titel hatte der Schüler übrigens schon nach seinem ersten Versuch sicher, da kein Konkurrent Wendrichs Einstiegshöhe meistern konnte. So ging Silber an Julian Kröpsky (SV SW Ahle) mit 1,86 Metern, Rang drei belegte Till Krischer (TG Holzwickede; 1,83 m). Schon in den nächsten Wochen wird die Konkurrenz für den Soester deutlich stärker sein. Mitte Juli wird sich Wendrich bei den U20-Weltmeisterschaften in Barcelona voraussichtlich mit den besten jungen Hochspringern der Welt messen. Dass die Konkurrenz ebenfalls in Topform ist, beweist ein Blick in die Statistik. Neben dem Deutschen sprangen in diesem Sommer schon acht Jugendliche 2,20 Meter oder höher. Mit beachtlichen 2,28 Metern führen Ryan Ingraham (Bahamas) und Andrei Churyla (Weißrussland) die aktuelle U20-Weltbestenliste an.

Ohne Probleme hat sich Lilli Schnitzerling den Westfalen-Titel bei den U20-Meisterschaften in Dortmund gesichert. Mit 4,10 Metern lag die Stabhochspringerin der LG Lippe-Süd am Sonntag einen ganzen Meter vor der Konkurrenz. Dabei reichte der Zweiten der U20-EM 2011 sogar der auf nur zwölf Schritte verkürzte Anlauf. „Der Wind war so böig, dass wir uns entschieden haben, aus dem kürzeren Anlauf zu springen. Nach einer harten Trainingswoche war das die richtige Wahl“, sagte die zweimalige Deutsche Jugend-Hallenmeisterin. Bei (hoffentlich) besseren Bedingungen soll es für die Detmolderin in den kommenden Wochen noch deutlich höher hinaus gehen. Am kommenden Wochenende misst sich die Jugendliche bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid mit den stärksten Springerinnen des Landes – dann wieder aus gewohntem Anlauf und mit neuer Bestleistung als Ziel.

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