Zender und Helmke flott, Jeß verletzt

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Gleich zum Saisonauftakt hat Niklas Zender ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Der 18 Jahre alte Langsprinter vom TSV Friedberg-Fauerbach sicherte sich über 100 und 400 Meter den A-Jugend-Titel des Wetteraukreises. Der Fünfte der Junioren-WM 2008 über 400 Meter wurde auf beiden Distanzen jedoch kaum gefordert. So genügten dem Schüler zunächst auf der kurzen Sprintstrecke 11,12 Sekunden (Vorlauf 11,03 s) und über die Stadionrunde wenige Stunden später 47,58 Sekunden zum Sieg.

„Ich bin sehr zufrieden mit den Rennen. Die Kreismeisterschaften waren ein erster Test, wo ich stehe. Die 400 Meter habe ich auch sehr locker bestritten, da die Konkurrenz nicht allzu groß war“, sagte Zender zu seinem ersten 400-Meter-Rennen seit der Junioren-WM im Juli 2008 in Bydgoszcz. Obwohl der Hesse die Handbremse noch nicht ganz löste, schrammte er lediglich um 28 Hundertstelsekunden an der Norm für die U20-EM im serbischen Novi Sad (23.-26. Juli) vorbei.

Bevor es für Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) kommende Woche ins Trainingslager nach Portugal geht, schnürte er natürlich zuvor noch er bei den Kreismeisterschaften der Wetterau auf dem heimischen Burgfeld die Spikes. Zusammen mit seinen Vereinskameraden Julian Waschbüsch, Nils Müller und Jasper Henkel sprintete der 24-Jährige im ersten 4×100-Meter-Rennen der Saison sehr gute 40,57 Sekunden.

Auf einen Einzelstart in Friedberg hatte der Olympia-Fünfte von Peking 2008 mit der DLV-Staffel aus gutem Grund verzichtet: „Nach der Rückkehr von den Penn Relays aus den USA am Montag habe in die Zeitumstellung doch noch gewaltig gespürt. Da mir die nötige Frische fehlte, bin ich nicht über 100 Meter gestartet“, erklärte der Sprinter.

Der Saisonauftakt für Mittelstreckler Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) ging in diesem Jahr im beschaulichen Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Bühne. Der 20-Jährige startete im Norden von Rheinland-Pfalz bei den Westdeutschen Staffelmeisterschaften über 3×1000 Meter und beendete das Rennen zusammen mit Ricardo Filipe Giehl und Christian Königstein nach 7:27,44 Minuten auf dem zweiten Rang. Schneller war nur das Trio der LG ASV DSHS Köln (7:26,81).

„Für mich ging es noch nicht um eine tolle Einzelzeit, vielmehr wollten wir uns für die Deutschen Staffelmeisterschaften qualifizieren. Und das hat ja deutlich geklappt“, sagte der amtierende Deutsche 800-Meter-Meister. Für einen Start bei der Staffel-DM, die im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften Anfang August in Rhede ausgetragen wird, verlangt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) lediglich 7:40,20 Minuten.

Für Kimberly Jeß (LG Rendsburg/Büdelsdorf) hat die neue Saison mit einem Rückschlag begonnen. Die Junioren-Weltmeisterin im Hochsprung verletzte sich beim Sportfest in Kiel am vergangenen Freitag beim Aufwärmen am rechten Sprungfuß und wird knapp zwei Wochen nur alternativ trainieren können. „Eine MRT-Untersuchung hat ergeben, dass die Knochen nichts abbekommen haben. Dafür ist aber ein Band im Knöchel gerissen“, sagte die 17-Jährige, die als Medaillen-Kandidatin für die U18-WM in Brixen (Italien; 8.-12. Juli) gilt.

Formal hat Jeß die Qualifikation für die U18-WM trotz des Missgeschicks jedoch schon erfüllt. Denn bereits vor einer Woche hatte die Schülerin im Rahmen eines Siebenkampfes beim OTB-Cup in Osnabrück 1,80 Meter überquert. Die Norm für Brixen hat der DLV bei 1,78 Meter angesetzt. Insgesamt hatte Jeß im Siebenkampf bei böigem Wind gute 4848 Punkte gesammelt.

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