Portrait

Name: Tom Meier
Geburtsdatum: 12. Mai 1997
Größe: 1,93 m
Gewicht: 92 kg
Disziplin: Speerwurf
Bestleistung: 73,15 m (800 gr; 2015), 76,80 m (700 gr; 2014)
Trainerin: Petra Felke (Mutter)
Verein: LC Jena
Beruf: Medizinstudent
Hobbys: Speerwurf, FC Schalke 04, American Football (NFL), mit Freunden treffen
Sportliche Ziele: Bis 2018: 80 Meter werfen; Traumziel: Olympiasieg

 

Größte Erfolge

2016: 2. U20-DM
2015:
Deutscher U20-Meister, 9. U20-EM
2014: 1. U18-DM mit DLV U18-Bestleistung (76,80 m; 700 gr)
2013: 10. U18-DM (Jahresbestleistung: 64,54 m; 700 gr)
2012: Jahresbestleistung 56,39 m (600 gr)

 

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Persönliches

Was machst Du in der Freizeit?
Da ich Sportler rundum bin, bestimmt der Sport auch meine Freizeit. Ich war ja selber jahrelang Fußballer, weshalb mein Herz auch noch für diesen Sport schlägt. Ich fahre ab und an zu Auswärtsspielen des FC Schalke 04 und spiele eigentlicher bei jeder Gelegenheit Fußball. Eine andere sehr interessante Sportart für mich ist American Football. Den übe ich aber nicht selbst aus, verfolge die Spiele aber im Fernsehen oder online. So oft es geht, treffe ich mich zudem mit meinen Freunden und pflege einen sehr guten Draht zu meinem engen Umfeld, denn wahre Freunde und eine enge Beziehung zu seiner Familie sind unerlässlich.

Hast Du auch beim American Football einen Lieblingsverein?
Hier schlägt mein Herz in der NFL für den Super-Bowl-Sieger New England Patriots.

Wie bist Du zur Leichtathletik gekommen?
Meine Mutter war damals Trainerin in Jena und hat eine Athletin betreut. Zu dieser Zeit war ich aber noch Fußballer. Wenn ich also freie Zeit hatte, habe ich beim Training ihrer Athletin immer mal den Speer in die Hand genommen und gemerkt, dass mir das sehr viel Spaß gemacht hat. Dann habe ich angefangen, Wettkämpfe zu bestreiten und war schnell erfolgreich ohne großen trainingstechnischen Aufwand. In der neunten Klasse habe ich mich dann entschieden, die Sportart zu wechseln und bin seitdem Leichtathlet.

Du sprichst Deine Mutter Petra Felke an. Sie hat im Sport alles erreicht. Ist es schwierig für Dich, mit einer Olympiasiegerin und Weltrekordlerin verglichen zu werden?
Schwierig ist es für mich nicht. Für mich ist es vielmehr eine Ehre, mit einer Olympiasiegerin verglichen zu werden, auch wenn dies auf der Hand liegt, da sie meine Mutter ist. Ansonsten spornt mich ein solcher Vergleich eher an, denn man bekommt ständig vor Augen gehalten, wo man mal hin möchte und was das größte ist, was ein jeder Sportler erreichen kann. Den Olympiasieg!

Hast Du Vorbilder, im Sport oder fürs Leben allgemein?
Sportlich: Dmitry Klokov, Jan Zelezny, Andreas Thorkildsen und meine Mama! Allgemein: meinen Bruder Maximilian Niklas Meier und US-Rapper Eminem

 

Training

Wie trainierst Du?
Ich trainiere hart und viel – zumindest wenn es der Stundenplan zulässt. Wir versuchen aber natürlich auch, genug Zeit zur Regeneration zu lassen. Derzeit komme ich wöchentlich auf acht Trainingseinheiten, welche sehr vielseitig angelegt sind und mich oft an mein Limit bringen. Neben den allgemeinen Trainingseinheiten kommen als Grundbausteine noch Maximalkraft-, spezielle Kraft-, Wurf- und Sprint- sowie Sprungeinheiten.

Welche Komponenten müssen zusammenpassen, damit der Speer richtig weit fliegt?
Wenn man es schafft, bei einem Wurf und bei optimaler Technik jeden an der Wurfbewegung beteiligten Muskel zu 100 Prozent zu beanspruchen, fliegt der Speer richtig weit. Das gelingt aber natürlich nur sehr selten. Für mich heißt es im Wettkampf einfach zu werfen, als wäre es das letzte Mal.

Auf welche Einheiten legt Deine Mutter als Trainerin besonderen Wert?
Zu meinem Leidwesen legt sie sehr viel Wert auf Sprint- und Sprungeinheiten sowie den allgemeinen Aufbau. Sie nimmt sich zudem sehr viel Zeit für Technikeinheiten und wir versuchen, aus jedem Wurf den perfekten Wurf zu machen.

Und welche Einheiten machen Dir besonderen Spaß?
Mir machen vor allem Maximalkrafteinheiten und Einheiten mit schweren Bällen sehr viel Spaß. Hier kann ich über mich hinaus wachsen und meinen Körper bis ans Limit treiben. Besonders Spaß macht es dann natürlich im Sommer, denn dort schnellen die Bestleistungen in die Höhe, weil man die nötige Spritzigkeit besitzt.

Mit dem Wechsel in die U20-Klasse 2015 wird der Speer auch 100 Gramm schwerer. Wie kommst Du mit dem 800-Gramm-Gerät zurecht?
Derzeit komme ich mit dem schwereren Speer sehr gut zurecht. Ich bringe von den körperlichen Voraussetzungen her einiges mit, was vorteilhaft für den Männerspeer ist. Vor allem technisch liegt mir der schwerere Speer mehr, denn da hab das Gefühl „etwas in der Hand zu haben“. Der 700-Gramm-Speer war immer sehr leicht und den hab ich sehr oft technisch unsauber geworfen. Beim 800er geht das nicht mehr, der verzeiht keine Fehler.

Olympiasieger Thomas Röhler startet wie Du für den LC Jena. Was kannst Du von so einem Top-Athleten noch alles lernen?
Sehr viel. Vor allem persönlich ist Thomas ein super Typ. Er hat ein sehr gutes Abitur gemacht und studiert – alles Dinge, die ich auch tun möchte. Trotz seiner enormen Leistungen ist er bodenständig geblieben und versteht es, den jungen Athleten im täglichen Trainingsprozess etwas auf den Weg mitzugeben. Darüber hinaus motiviert er, spricht Mut zu und ist für die jungen Talente eine Person, an der man sich orientieren kann und der man nacheifert. Alleine die Tatsache, dass man mit einem Diamond-League Sieger-zusammen trainiert, kitzelt nochmal die letzten Reserven heraus.


Eine Trainingswoche aus der Vorbereitungsperiode

Montag: Maximalkraft, allgemeine Ausbildung, spezielle Kraft

Dienstag: Vormittag: Sprint und Sprung, allgemeine Würfe
Nachmittag: Technikeinheit mit Ball und Speer

Mittwoch: Maximalkraft, allgemeine Ausbildung, spezielle Kraft

Donnerstag: Vormittag: Sprint und Sprung, allgemeine Würfe
Nachmittag: Technikeinheit mit dem Speer

Freitag: Maximalkraft, allgemeine Ausbildung, spezielle Kraft

Samstag: Technikeinheit mit dem Speer

Sonntag: frei!