Jugend-DM: Für Sina Kammerschmitt ist 100-Meter-Silber Gold wert

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In einer schwierigen Saison mit aufgrund der Corona-Pandemie über Wochen geschlossenen Trainingsstätten und späten Wettkämpfen ist Sina Kammerschmitt pünktlich zum Saisonhöhepunkt in Top-Form gekommen. Die Sprinterin von der TG Worms musste sich am Sonntag bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten nur einer Konkurrentin über 100 Meter der U18 geschlagen geben. Mit 11,75 Sekunden bei leichtem Rückenwind lief die Schülerin in Heilbronn die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere und musste nur Doppelsiegerin und Top-Favoritin Laura Raquel Müller (Unterländer LG; 11,63 sec) den Vortritt lassen. Die Deutsche U18-Meisterin hatte bereits am Samstag den Weitsprung mit 6,25 Metern gewonnen.

Sina Kammerschmitt lieferte im Frankenstadion die zwei schnellsten Rennen der Saison ab. Nach 11,89 Sekunden im Vorlauf folgte die Steigerung im Finale auf 11,75 Sekunden. Nur 2019 war sie einmal sieben Hundertstel schneller. „Ich bin total zufrieden und überglücklich mit der Zeit und der Platzierung“, sagte die Westhofenerin. Zwar hatte sie 2019 die U18-DM als eine der jüngsten Sprinterinnen überraschend gewonnen. Doch vor Jahresfrist reichten dafür 11,85 Sekunden.

Sina Kammerschmitt sichert sich mit starkem Finish Silber

In Heilbronn war Laura Raquel Müller für die TG-Sprinterin nicht zu gefährden. Doch Sina Kammerschmitt konnte im letzten Renndrittel noch Boden auf die Deutsche Meisterin gutmachen und das Rennen um Silber klar für sich entscheiden. Bronze ging mit 11,86 Sekunden an Carolin Schlung (SSC Bad Sooden-Allendorf).

Mit DM-Silber und dem Wissen über die eigene Stärke im Gepäck startet Sina Kammerschmitt im Herbst in die Vorbereitung auf die Saison 2021. Dann steht die aufs kommende Jahr verschobene U20-WM in Nairobi (Kenia) als internationaler Höhepunkt auf dem Programm. Die Schülerin weiß genau, an welchen Schwachstellen sie und ihr Trainer Fabian Weiland in den kommenden Monaten arbeiten müssen: „Mein Start war auch im Finale nicht optimal“, so Sina Kammerschmitt. Auf den ersten Metern verliert sie schon einige Hundertstel auf die Konkurrenz. Das soll sich ändern. Damit in Zukunft zum Saisonhöhepunkt die Top-Form mit einem Top-Start veredelt wird.

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